Was ein Logistiker vom Weihnachtsmann lernen kann

Santa Claus (Weihnachtsmann)

(oder besser nicht!)

Zu allererst, ein Hoch auf den Weihnachtsmann – den Logistik-Superhelden! Wer es schafft, termingerecht auf den Tag genau weltweit, quasi endkundenoptimiert zu liefern, muss ein Superheld sein. Er  hat zwar gebietsweise Unterstützung, wahlweise durch Christkind, den Nikolaus oder Knecht Ruprecht, aber insgesamt fällt die Zustellerzahl doch sehr gering aus!

Genau deshalb haben wir uns das Life-Cycle-Management vom Weihnachtsmann mal (mit einem dicken Augenzwinkern) vorgenommen. Zu Beginn steht die strategische Logistikplanung. Dazu nur ein paar kleine (oder auch große) Zahlen:

  • Geschätzte Kinder unter 14 auf der Welt (2016): rd. 1,962 Mrd.
  • Weihnachtsmann-Zielgruppe: Christliche Kinder (2016): rd. 628 Mio.
  • Anzahl von Geschenken pro Kind inkl. Eltern/Großeltern/andere Verwandte: 5
  • Anzahl von auszuliefernden Paketen: 3,14 Mrd. Sendungen
  • Schlittenmaß bei Durchschnitt-Päckchen von 30 cm x 30 cm x 15 cm: Würfel mit Seitenmaß von mehr als 348 Metern
  • Transportgewicht bei durchschnittlich 1,2 kg: etwa 3.768.000 t
  • Benötigte Start-Power: rd. 5.125.000 PS

Das sind die Eckdaten, die der Cheflogistiker Santa Claus das ganze Jahr über im Blick hat. Dabei sind zudem noch die Kundenkommunikationshindernisse zu überwinden, da die Wunschzettel der Kinder zumeist erst im Dezember ausgefüllt werden. Unter Zuhilfenahme des Kundeninformationssammel-Experten Christkind sind die Zettel in einer Nacht alle zusammengesammelt und an die richtigen Abteilungen weitergeleitet.

Erstkundenkontakt

Dieses Informationszentrierungs- und –verteilungssystem ist stilgebend für die moderne Logistik. Dabei ist die sofortige Umwandlung in einen im Unternehmen vorherrschenden Datenstandard zwingend, und wird durch das Christkind mit Zauberhand durchgeführt. Bei der privaten Postlogistik geschieht dies durch schnöde Digitalisierung. Ergebnis aber für beide Wege: Falschlieferungsbegründende Fehler werden frühzeitig minimiert.

Produktions- und Lagermanagement

Innerhalb der extrem kurzen Produktionszyklen ist Effizienz und detaillierte Ressourcen-Planung notwendig. Ähnlich wie im privaten Postsektor greift auch der Weihnachtsmann auf ein ERP-System zurück, das Elfen-Rapid-Production-System. Diese hochmotivierten, besonders versierten, vielseitig einsetzbaren und praktisch unbegrenzt verfügbaren Mitarbeiter bilden das Rückgrat der Weihnachtslogistik.

Insbesondere in den Bereichen Konstruktion, Montage und Verpackung stehen sie einer hochmodernen, automatisierten Lösung in nichts nach, weswegen Santa Claus auch bisher von jeglichem maschinellen Ersatz abgesehen hat. Hinzu kommt das Lagermanagement, dass komplett mit dem ERP verknüpft ist, und sämtliche Pack-, Kuvertierungs- und Versandvorgänge im Blick hat und gemeinsam mit der Transportlösung transSLIDE eine hervorragende Verbindung pflegt.

Transport- und Auslieferungslogistik

Und genau mit dem transSLIDE-System beschreitet der Weihnachtsmann die Pfade der Zukunft. Alternative Antriebe oder geräuscharme Anlieferung sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Dabei kann sich der Mann mit dem Rauschbart auf jahrhundertelange Erfolge in der Züchtung verlassen – denn beim Umrechnungsfaktor von Pferde- in Rentierstärken geht es saftig in die Millionen (genauer gesagt 1 RS = 2,345 Mio. PS). Das bedeutet, mit acht Rentieren ist der Weihnachtsmann bestens motorisiert, oder besser „Rentier-isiert“!

Die Bestückung des Schlittens, dem zweiten Schwerpunkt vom transSLIDE-System, kommt ebenfalls enorme Wichtigkeit zu. Hier sind, abgestimmt nach Auslieferstatus, Position auf der Route und diversen anderen Eckdaten vorgeschrieben Packregeln einzuhalten – das kennt jeder moderne private Postdienstleister genauso!

Tourenplanung und Transportmanagement

Die Strecke der Auslieferung wird unterschiedlich berechnet – auch abhängig von notwendigen Mehrfachbesuchen, komplizierten Anlieferungen (keine Schornsteine, Kamine oder fehlerhafte Adressen) liegt die Strecke wohl zwischen 7,5 und 8 Millionen Kilometern.

Dabei profitiert der Weihnachtsmann vom dritten Bestandteil vom transSlide: Er wird ständig von der Zentrale über Neuerungen, Veränderungen oder Vor-Ort-Schwierigkeiten informiert. Das kennen zumindest unsere Partner, die hybriLOG® mit einer entsprechenden Transport-Management-Lösung nutzen, ebenfalls schon aus der Praxis, denn was verbessert die Zustellqualität mehr, als aktualisierte Informationen über die Anwesenheit (im Falle des Weihnachtsmannes natürlich Nichtanwesenheit) des Empfängers oder etwaige sonstige Hindernisse.

Mit perfektem Transportmanagement wird Falschlieferung oder Verlust von Paketen extrem minimiert. Und das erhöht die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung (nicht nur die der Kinder in Bezug auf den Weihnachtsmann).

Automatisierte Zollabwicklung

Last, but not least – die vollautomatisierte, weltweit funktionierende Interaktion mit den Zollbehörden! Sie ist der Schlüssel zur effizienten Lieferung der Geschenke am Heiligabend. Dabei wurde uns leider der Blick hinter die Kulissen verwehrt, Vermutungen reichen von Zollelfen bis hin zu Zollmanagement-Systemen. Sicher ist, dass die Integration eines Systems, das aktualisiert auf die Zollbestimmungen der Versandländer zugreift oder zumindest eine zentralisierte Verwaltung der Sendungen zulässt, für die Logistik der Zukunft immer wichtiger wird.

Vertriebsnetzwerk

Ein Blick in die kommenden Jahre scheint auch der Weihnachtsmann getan zu haben. Die Bildung von Versandnetzwerken muss da oberste Priorität haben – er ist ja nicht mehr der Jüngste und ein wenig mehr Zeit zur Kundenpflege bei der Auslieferung kann auch nicht schaden. Voraussetzung ist natürlich die flächendeckende Vereinheitlichung der Standards. Im privaten Postsektor bietet hybriLOG® eine zukunftsorientierte Alternative zum (leider nicht existenten) ERP-transSLIDE-System des Weihnachtsmanns.

In diesem Sinne - Frohe Weihnachten!

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