Vier Thesen zur (Post-)Logistik 4.0

Die vierte Revolution der Industrie, aber auch der Gesellschaft geht derzeit vonstatten, und kaum einer nimmt die Implikationen wahr. Dabei durchziehen sie sowohl das berufliche als auch das private Umfeld in erheblichem Maße. Durch die zunehmend global akquirierbaren Angebote von Waren und Dienstleistungen wächst einerseits die „große, weite Welt“ immer mehr zusammen, andererseits werden digitale Vorgänge notwendiger denn je, da sie die Kommunikation ermöglichen und Interaktion fördern – ansonsten gäbe es keine originäre, zeitnahe Einflussmöglichkeit für den Besteller oder Auftraggeber, und dann wäre die oben genannte globalisierte Wirtschaft nicht denkbar.

Nutzung der Potenziale – vier Thesen

Die Anforderungen an die Logistik steigen dabei gleichsam an – denn die Abholung, Bearbeitung, Bewegung, Ortsdefinition, Zustellung und Dokumentation der Logistikvorgänge wird komplexer und vielschichtiger. Ist Logistik 4.0 also eine in sich verwobenes, kompliziertes, selbstbefeuerndes, unsinniges Monster? Mitnichten! Das Erfassen und Managen von sendungsabhängigen Daten wird anspruchsvoller. Es gibt daher, nach einer Studie der RWTH Aachen, vier Thesen für die optimale Nutzung von Potentialen der Logistik 4.0:

Vorteile-logistik-4.0-Virtualität

1. Digitale Prozesskette statt Klein-Klein-Kommunikation

Die Transportwege und Logistikvorgänge entlang der Wertschöpfungskette müssen digital verstanden werden. Das bedeutet, dass durch Schnittstellen und Datenformatierungen ein einheitlicher, digitaler Kommunikationsstandard und dadurch eine entsprechende digitale Prozesskette geschaffen werden muss. Notwendig wird diese Vereinheitlichung durch den Anspruch der flexiblen Neuintegration. Jeder neue Lieferant, Verlader, Spediteur, Versender und Empfänger kann, soll und muss in diese Kette nahtlos integriert werden! Ein Ausfluss dieses Punktes ist das Produkt-(Daten-)Lifecycle-Management, also die Begleitung eines Logistikgutes durch eine Software oder ein systemisches Konglomerat von miteinander verbundenen Softwarekomponenten – wie eben bei hybriLOG® vorliegend.

Vorteile-logistik-4.0-Modulare-Erweiterbarkeit

2. Barrierefreier Übergang zwischen Planung, Vergabe und Transportausführung

Genau auf diesem Gedanken der durchgängigen Digitalstrategie basiert auch die nahtlose Durchführung des eigentlichen Transportvorganges. Innerhalb der Postlogistik muss von der Planung bis hin zum Zustellerfolg einiges von speziellen Programmen und Systemen bearbeitet und begleitet werden. Dabei hat ein einziger Gedanke Vorrang vor allem anderen: die Systeme müssen eine Sprache sprechen und die Daten der jeweils beteiligten Peripheriesysteme be- und verarbeiten können. Erst durch das fluide Ineinandergreifen der (IT-)Systeme entstehen Synergien. Die Ergänzungsfunktionen der einzelnen Bereiche wiederum führt zu einer Kompletterfassung der Leistung und des jeweiligen Produktzyklus – innerhalb dessen bestimmte Teilaspekte wiederum flexibel veränderbar und anpassbar werden. Das Zustellmanagement von hybriLOG® beispielsweise agiert nahtlos, da voll integrativ, mit der Routen- und Tourenplanung von PLT TrackPilot – womit beide Systeme wiederum dem Enterprise Ressource Planing System (ERP) des jeweiligen Logistikers beinahe alle beliebigen, sendungsbezogenen Informationen zukommen lassen können.

Vorteile-logistik-4.0-Digitale-Vernetzung

3. Transparenz durch Interoperabilität

Zusätzlich besteht das Bedürfnis nach höherer Transparenz der eigentlichen Transportvorgänge. Dies liegt insbesondere daran, dass die ablaufenden Prozesse mehr oder weniger kostentreibend sind. Je klarer die Vorgänge abgebildet werden können, desto eindeutiger sind die dahinterliegenden Aufwände klassifizierbar. Besonders im Bereich Kosteneinsparung sind da Optimierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen alle Tore geöffnet. Zusätzlich trägt die Transparenz der Leistungsvorgänge auch dazu bei, innerhalb des Logistikunternehmens die Interoperabilität zu steigern – sprich die Möglichkeit der vernetzten Kommunikation der einzelnen Bereiche bestmöglich zu gestalten. Werden die Statusmeldungen und Transportmodi interoperabel zur Verfügung gestellt, lassen sich die optimalen Transportwege und -maßnahmen deutlich einfacher, schneller und besser finden, managen und darstellen.

Vorteile-logistik-4.0-Echtzeit-Fähigkeiten

4. Logistik = Produktion anstatt Logistik & Produktion

Durch die drei vorgenannten Thesen entwickelt sich eine vierte, die quasi als Ergebnis der anderen gelten kann. Die Produktion selbst, bisher „Auftraggeber“ von Logistikvorgängen, wird immer mehr selbst zu einem logistischen Thema. Warum? Durch die zeitkritischen Anforderungen an die Herstellung von Waren hat die Beschaffungslogistik schon jetzt einen extrem hohen Einfluss auf das Produktionsergebnis. Nun kommen intralogistische Vorgänge, wie Material- und Bearbeitungstracking, Sensor-Überwachungstechnik und digitale Darstellung von Produkt-Zuständen (digitaler Zwilling), in immer stärkeren Maße hinzu. Die Logistik umspannt die Produktion nun nicht mehr, die Produktion wird vielmehr durch logistische Vorgänge durchwoben. Je komplexer die Herstellungskette dabei, desto höher die Ansprüche an die Logistikdienstleistungen und Logistikdienstleister – die Supply Chain der Logistik!

Quintessenz: Logistik 4.0 ist „digital zu Ende gedacht“

Das eigentliche Ergebnis einer komplett durchdachten, digitalen Lösung ist die umfassende Vernetzung aller (!) Logistikvorgänge. Natürlich stellt dies die Postlogistiker, insbesondere für die der privaten Post, vor eine nicht zu lösende Aufgabe, da auch die „Großen“ der Branche, wie DPD, DHL oder Hermes regelmäßig daran scheitern. Wenn jedoch das Verständnis der netzwerkartigen, hochkommunikativen Software-Landschaft bei den Paketdiensten Einzug halten sollte, wäre ein großer Schritt getan. hybriLOG® arbeitet nach diesem Schema – mittels beinahe beliebiger Schnittstellenanbindung können diverse Peripheriesysteme oder federführende ERP-Systeme angebunden werden, für ein paar Systeme haben wir schon eingehende Integrationserfahrungen, offen für Schnittstellen ist unsere Softwarelösung dank der internen API beliebig.

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