Private Post Digital – Paket-Sendungsvolumen steigt mit Kundenanforderungen

Paketmarkt Deutschland 2016: Eine starke Zahl - über 3 Milliarden Sendungen sind von den Kurier-, Express- und Paketdienstleistern hierzulande zugestellt worden. Der Marktführer DHL setzt davon mit rund einem Drittel immer noch den Löwenanteil um. Aber die Anteile schwinden - allein die Big Player DPD, Hermes und GLS melden hervorragende Zahlen - sowohl bei den Zustellzahlen als auch beim Umsatz. Das Paketgeschäft wird selbst bei der Deutschen Post zu einer absolut entscheidenden Größe für den Erfolg. Europaweit gibt es noch deutlichere Hinweise auf die Zukunft. In Belgien etwa musstedie dortige staatliche Post in der Bilanz von 2016 sogar zugestehen, dass der Transport von Paketen und Päckchen schon den der Briefe finanziell stützt - eine Entwicklung, die auch in Deutschland nur eine Frage der Zeit ist.

Rekordjahr 2016 - mehr als 3 Milliarden Pakete

Grund für das Sendungswachstum ist - wenig überraschend - der boomende Onlinehandel. Das Paketaufkommen hat sich in den letzten sieben Jahren fast um 50 Prozent gesteigert. Der B2C-Paketversand, der den Normalfall des E-Commerce umschreibt, stieg um exorbitante 90 Prozent. Beinahe zwangläufig fällt auch für die private Post neben den Big-Playern noch einiges ab. So vermelden PostModern, Nordkurier Logistik Brief + Paket und LVZ-Post hervorragende Zahlen und Wachstumsraten. BWPost hat ebenfalls ein herausragendes Jahr hinter sich und arbeitet an einer Expansion und technischen Innovationen!

Bei aller Champagnerlaune stellt sich bei diesen Zahlen aber die Frage: Wie geht es weiter? Besser gefragt: Sind die regionalen privaten Paketdienstleister abseits von Hermes, DPD & Co. wirklich gut genug aufgestellt, um vom Boom des Versandhandels und den enormen Umsatzpotentialen zu profitieren?

Paketentwicklung-Sendungszahlen-2016

Postunternehmen müssen sich heute die richtigen Entwicklungsfragen stellen:

  • Kann ich schon Private Post Digital – den Anforderungen der Empfänger von heute entsprechen?
  • Wird mein Unternehmen den Anforderungen der E-Commerce-Versender gerecht?
  • Entwickle ich kundennahe Zustellprodukte und stellen wir marktnahe Zustelloptionen bereit?
  • Habe ich als Firma den eigenen Produktzyklus Post & Paket bereits durchgängig digital abgebildet?
  • Gibt es Potentiale, die sowohl meine Position verbessern als auch die Kosten senkt?

Die ersten Fragen lassen sich in Hinblick auf den derzeitigen Stand der privaten, regionalen Post einfach beantworten: Nein! Warum die harte Einschätzung? Ganz einfach: Die private Post hat den Bereich Onlinehandel quasi an sich vorbei gehen lassen. Kaum ein regionales Postunternehmen hat die Möglichkeiten einer modularen Schnittstelle zu den gängigsten Shopsystemen oder die Verknüpfung von eigenen Sendungsverfolgungssystemen mit den Shopsystemen Magento, Oxid & Co. überhaupt in Betracht gezogen. Dort sind die Großen der Postbranche mindestens fünf Schritte voraus. DHL bietet seit Jahren für alle gängigen Shopsysteme ein Labeldruck- und Sendungsverfolgungstool, DPD und Hermes haben in letzter Zeit nachgezogen. Ein Grund mehr, die Interaktion und Anbindung der eigenen Systeme an diverse E-Commerce-Systeme auf die Agenda der nahen Zukunft zu setzen.

Neue Zustelloptionen - erfolgsentscheidend, wenn nicht lebensnotwendig

Ein weiterer Punkt, der für die Größe des Kuchenstücks im Onlinehandel wichtig sein wird, ist die Variablität der Zustelloptionen. Neben der viel besprochenen, schnelleren Zustellung (same-day-delivery, three-hours-delivery, over-night-delivery) gehören hier vor allem die Interaktionen mit dem Empfänger in den Planungshorizont. Der Adressat sollte die Lieferzeit möglichst bequem und für sich individuell festlegen können, die Zustellung sollte umweltfreundlich und direkt erfolgen. Diverse kurzfristige Kundenservices, wie Nachbarannahme durch Vollmacht just in time oder Veränderung der Lieferadresse, gehören mittlerweile zum (gehobenen) Standard.

Dieser Anforderungen an das Paket- und Warensendungsgeschäft setzt eine komplett digitale Begleitung des Paketes von Aufnahme beim Versender bis zur Übergabe an den Adressaten voraus. Aber wirklich "kriegsentscheidend" ist die Wirkung der Services!

1A Paketzustellung ist für Onlinehändler Bestandteil des Produkts

Es steht, auch wenn Postunternehmen dies gern anders sehen wollen, die Rückwirkung der Zustellleistung auf das gelieferte Produkt des Onlinehändlers im Vordergrund. Für Ecommerce-Anbieter stellte der Versand und die Zustellung bisher den größten Bruch in seiner (ansonsten extrem optimierten) Marketing- und Verkaufskette dar. Der Händler gibt die Sendung an den Carrier und „irgendwann“ ist das Paket dann hoffentlich beim Kunden.

Mit den neuen Zustelloptionen werden Eventcharakter und Hochleistung des Postunternehmens auf den Onlinehändler (und dessen Produkt) quasi übertragen. Der Endkunden nimmt es als Super-Idee des Onlineshops wahr, das dieser mit Qualitätsanbietern, wie DPD, Nordkurier Logistik Brief+Paket oder LVZ-Post, versendet - und der Käufer sich Zeit und Ort der Zustellung bis zuletzt vorbehalten kann. Zudem entwickelt die Echtzeitdarstellung der Sendungszustellung einen gewissen Eventcharakter. Ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Zukunft!

Prognose Sendungsaufkommen Paket bis 2021

Paketentwicklung-Sendungszahlen-Prognose-2021

Digital bis in die letzte Meile - ein absolutes Muss

Wie erwähnt, muss das Paket von der Übernahme beim Onlinehändler bis hin zur Zustellung beim Käufer optimal begleitet werden. Zumeist wird hier der Fokus in Postunternehmen auf die digitale Maschinensteuerung oder das ERP System gerichtet. Schöne Idee - aber leider meist nicht zu Ende gedacht. Die Crux ist, dass die meisten internen Post-Systeme auf unterschiedlichen Standards basieren und die digital standardisierte Kommunikation in den Kinderschuhen steckt. Dies liegt nicht immer an veralteter Technik - da die private Post zumeist sehr aktiv neue Innovationen im maschinellen Bereich aufnimmt und in diese investiert. Doch Digitale Post muss auch durchgängig, bis ins Kundenfrontend, vordringen!

Die führende Logistiksoftware-Lösung hybriLOG® greift genau an dieser Stelle ein. Wir schaffen einen Standard, den sowohl das ERP- & CRM-System als auch die Depotsysteme, die Routen- und Tourenplanungssoftware oder der mögliche Onlineshop zum Vertrieb der Paketscheine einheitlich nutzen kann. Gerade die Stärke einer sogenannten Middleware, also eines verbindenden Systems zwischen Postdienstleister und Versenders, führt zu Effizienzerhöhung, Steigerung der Kundenzufriedenheit und in der Folge erheblichen steigenden Auftragszahlen!

Potentiale nutzen - Vernetzung & Internationalität

Schon heute legen wir das Augenmerk auf die digitale Post, Vernetzung und internationale Zustellung. Mit entsprechenden Partnern ist dies machbar, was die steigenden Versandzahlen unserer Kunden zeigen. Für eine agile Software wie hybriLOG® sind Anbindungen dieser Art eine "normale" Sache. Im Ergebnis werden die neuen Versandoptionen dann in den Ablauf des Postunternehmens eingebunden - schneller und effektiver als durch eine Einzellösung!

Das Thema Vernetzung steht, nicht nur bei unseren Partnern aus der KEP-Branche, im Fokus des Logistikmarktes. Allein die Integration der Sendungsverfolgung in Browserdienste und Shopsysteme hat Potential für enorme Sendungsmengen-Gewinne! Könnten Sie als Postunternehmen beispielsweise bei einem Ihrer B2B-Kunden auch das Onlinegeschäft direkt und fehlerfrei bedienen, wird die zukünftige Versandbeziehung kaum in Frage stehen. Gleiches gilt, großräumiger gedacht, für die sogenannten Open-Source-Systeme des E-Commerce. Shopsysteme, wie Magento, Shopware, Oxid oder WooCommerce benötigen zunehmend optimierte Versandmodule. Mit einer entsprechenden technischen Entwicklung sind viele neue B2B2C Stammkunden akquirierbar - eine Expansion somit quasi vorprogrammiert.

FAZIT: Private Post MUSS Digital

Ohne sinnvolle Digitalisierung des kompletten Sendungsablaufes von der Abholung bis zur Zustellung inkl. dynamischer Routenplanung, softwaregestützter Depotverwaltung, Anbindung an ERP- und CRM-Systeme sind Wachstumswünsche reine Utopie. Denn der Empfänger entscheidet in der langen Sicht. Er bestellt sonst einfach nicht mehr bei dem Versender – und die Menge ist futsch! Und die Moral von der Geschicht‘: Ohne Hausaufgaben machen geht es nicht.

Digitalstrategie Private Post erstellen und umsetzen – mit hybriLOG®!

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