Logistik „grün“ gefördert – Umweltministerium gibt mehr Geld

Elektro-Post-Mobil-Tankstellenschild

Kaum ist die Regierung im Amt, scheint sich der „offizielle“ Ruck in Bezug auf umweltverträglicheres Fahren in echte Förderkonzepte umzumünzen. Nach Verlautbarung vom Bundesumweltministerium soll die Elektro-Lieferwagen-Prämie deutlich angehoben und auch besser vermarktet werden. Um Missverständnissen vorzubeugen: diese Förderung durch den Bund gibt es schon seit gut 1 ½ Jahren. Aber bisher hatten die Unternehmen bei der Umrüstung ihrer Fuhrparks nur sehr zaghaft agiert.

Was genau bringt die verbesserte „E-Transporter-Prämie“?

Grundsätzlich erhalten seit dem Juli 2016 alle Firmen, die einen E-Transporter, E-Van oder auch ein E-Velo in ihrem Fuhrparkt einführen, eine Prämie. Ziel der Maßnahme ist es, den Anteil der Elektrofahrzeuge in der Logistik, aber besonders in der urbanen Logistik der letzten Meile signifikant zu erhöhen. Problem: Der Zuschuss mit aktuell 4.000 Euro ist im Verhältnis zum Kaufpreis der E-Mobile doch eher ein kleiner Beitrag. Was soll sich nun ändern? Das bleibt noch etwas nebulös, die neue Bundes-Umweltministerin Svenja Schulze hat zumindest in einem Zeitungsinterview mit der Rheinischen Post angekündigt, die Einzelförderung für einen neu angeschafften oder ersetzen E-Transporter auf 7.000 Euro heraufsetzen zu wollen. Budget wäre wohl da, da das bisher veranschlagte Förderkapital von rund 600 Mio. Euro für 2018 voraussichtlich sehr deutlich NICHT ausgeschöpft wird, wie aus dem Bundesumweltministerium zu hören ist.

BdKEP mit eigenem Rabattprogramm für StreetScooter

Abgesehen vom reinen Geld haben die meisten Logistiker derzeit ein großes Problem, den noch sehr jungen Markt von E-Mobilen zu durchschauen. Viele einzelne Anbieter, wie etwa der Paxxster, Indimo oder Piaggio, drängen auf den Markt, genauso wie verschiedene PkW-Hersteller, wie Renault, Citröen oder Nissan. Für die letzte Meile hat aber ein branchenfremder Branchenprimus derzeit die wohl ausgereifteste Antwort: Logistikriese DHL mit dem konzerneigenen Streetscooter. Die elektrische Alternative zum Postauto hat schon viele Testkilometer und nun auch schon mehrere Winter hinter sich und gilt als DER Platzhirsch bei den E-Transportern der letzten Meile.

Grund genug, dass der Bundesverband Express-, Kurier- und Paketdienste (BdKEP) sich Gedanken gemacht hat über eine Zusammenarbeit mit Streetscooter. Den eigentlich für die DHL/Post komplett intern entwickelten Wagen gibt es seit gut einem Jahr auch für jeden „Nicht-Gelben“. Die Mitglieder der BdKEP profitieren nun seit einigen Wochen von einem Bonus-Programm – ein gutes Leasingangebot für die Nutzung von Streetscootern.

Umgehung der Fahrverbote – mit E-Transporter kein Problem

Die „Elektrifizierung“ der letzten Meile wird sich in den kommenden Jahren rasant fortsetzen. Dabei geht es insbesondere um die stickoxid-geplagten Innenstädte der großen Ballungsräume. Gerade hier, wo die Routenlänge sehr überschaubar und die Zustellmengen enorm sind, müssen die E-Mobile die Aufgaben der derzeitigen Diesel-Transporter übernehmen. Spätestens im Sommer drohen schon die ersten Fahrverbote in den Innenstädten. Da viele Geschäfte in der City jedoch abhängig von täglicher Lieferung sind, dürften sich die elektrisch angetriebenen Vehikel, gleich welchen Herstellers, schnell an die Stelle der derzeitig dieselgetriebenen Kleintransporter und Vans setzen – ansonsten drohen erhebliche Engpässe im Einzelhandel. Hinzu kommt, dass der B2C-Onlinehandel auch in diesem Jahr wahrscheinlich wieder im zweistelligen Prozentbereich steigen wird. Und da die meisten Besteller eben im städtischen Raum zu finden sind, müssen auch hier enorme Sendungsmengen elektrisch abgewickelt werden.

Übersicht über die E-Transporter & die notwendigen Rahmenbedingungen

Logistik-Unternehmen haben also einen gewissen Druck zur Anschaffung von E-Mobilen. Um einen kleinen Überblick über die bekanntesten und erprobtesten Transporter mit elektrischem Antrieb zu geben, werden wir im Laufe der nächsten Tage die verschiedenen, namhaftesten Transporter vergleichen. Zudem geben wir einen kleinen Überblick über die Rahmenbedingungen, die bei der Anschaffung von E-Mobilen einzuhalten bzw. einzurichten sind.

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